Vom 12.02. bis zum 21.02.2014 hat unsere Reisegruppe, bestehend aus 17 Schülern, Frau Schreiber und Herrn Krämer, Lahti ein bisschen aufgemischt. Wir haben uns unter anderem in einer gemeinsamen Sportstunde mit den Finnen besser kennengelernt und haben auch an fast jedem Nachmittag ...

... Ausflüge gemacht. Es wurde uns nie langweilig! Die wohl schönsten Sachen während des Aufenthaltes waren „Fazer“, DIE Schokoladenfabrik, bei deren Besuch wir so viel probieren durften, wie wir konnten und wo wir auch sehr viel „Proviant“ gekauft haben, oder der Tag in Siikaniemi, einer Einrichtung mit einer Feuerstelle draußen (dort haben wir unsere „Outdoor- Würstchen“ gegrillt), einem warmen Ofen, zwei Saunen und natürlich einem Eisloch! ? Jeder der nach Finnland kommt, MUSS erst in die Sauna und danach ins Eisloch!! Das ist einfach so ein unbeschreibliches Gefühl, wenn man in das kalte Wasser eintaucht! Danach ist man gegen Kälte unempfindlich! Echt ein tolles Erlebnis! Absolut unglaublich! Das beste, was ich je gemacht habe, egal wie krass das klingt. Am Anfang war es für manche schwer, sich in die Familien und in die Sprache einzugewöhnen, doch nach wenigen Tagen hatte man sich eingelebt und als der 21.02. immer näher rückte, wollten wir alle nicht mehr weg. Vielleicht für ein paar Tage zurück nach Deutschland und Freunde und Familie wiedersehen und dann sofort wieder nach Lahti in die Kälte. Am ersten Schultag an der Salpausselän Peruskoulu war es sehr interessant zu sehen, wie der Abi-Streich in Finnland (Penkkarit) abläuft. Am darauffolgenden Tag waren dann die „Tänze der Alten“, bei dem die nun Ältesten der Schule vorgestellt wurden und dann in bodenlangen Märchenkleidern und im Anzug getanzt wurde. Allgemein unterschiedlich sich die finnischen Schulen sehr von den deutschen: man darf während des Unterrichtes sein Handy benutzen, die Schüler nennen ihre Lehrer beim Vornamen, Jungs und Mädchen haben zusammen Sport, bei jeder Klasse beginnt der Unterricht zu einer anderen Zeit, es wird jeden Tag in der Schulmensa gegessen, in der alles kostenlos zur Verfügung steht, der Unterricht geht meistens bis ungefähr 14 Uhr. Ganz anders als in Deutschland, aber eine tolle Erfahrung! Nach der Schule sind wir mit unseren Austauschpartnern nach Hause gegangen und haben meistens nachmittags oder abends noch etwas mit ihnen und ihren Familien unternommen. Auch haben wir einen wunderschönen Tag in Finnlands Hauptstadt Helsinki verbracht! Im Skimuseum konnten wir zum einen im Museumsshop Souvenirs kaufen, andererseits konnten wir an Simulatoren Skispringen, Abfahrt und Biathlon ausprobieren. Wir hatten alle viel Spaß und wir Deutschen haben auch den Tagesrekord beim Skispringen aufgestellt!! Alles in einem war der Finnland-Austausch unbeschreiblich cool!! Jeder sollte das unbedingt auch mal erleben! Ein Erlebnis, dass man NIE vergessen wird!! Vieles ist zwar anders als in Deutschland, aber das macht einem nichts aus! Wenn man sich einmal eingelebt hat, möchte man nie mehr wieder weg! Am Ende sind sogar Tränen geflossen und unsere Gastfamilien wurden alle nochmal ganz lange umarmt!! Aber dennoch war es auch sehr schön, seine „richtige“ Familie wiederzusehen. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil des Austausches, wenn die Finnen und Finninnen uns dann in Deutschland und an unserer Schule besuchen kommen!! Das wird bestimmt mindestens so lustig, wie als wir Finnland unsicher gemacht haben!