Ich bin am Freitag, dem 27. September, ganz normal mit meinen Freunden in der Bembel zur Schule gefahren. Als wir ankamen hatten wir in der 1. Stunde Mathe. Danach mussten wir in den Musiksaal 2, wo die Anwesenheit überprüft wurde. Dann erfuhren wir, ...

... dass wir mit den Klassen 6a und 6d im größten der drei Busse fahren durften, während die drei anderen 6. Klassen in den beiden kleineren Bussen transportiert wurden. Da im oberen Bereich des Doppeldeckers kein Platz mehr war, setzte ich mich zusammen mit anderen drei Mädchen und vier Jungs unten hin. Hier gab es Tische, neben denen jeweils links und rechts eine Bank für zwei Personen angebracht war. Später hat einer mit Erlaubnis des Busfahrers Musik angemacht und alle haben dazu gesungen. Das hat richtig Spaß gemacht! Als wir bei der großen Turnhalle des Schulzentrums in Hösbach angekommen waren, haben wir uns etwa in der Mitte der Halle hingesetzt.

Am Anfang hat uns ein Erzähler erklärt, dass bei dem Märchen „Peter und der Wolf“ die verschiedenen Hauptdarsteller während des Theaterstücks durch unterschiedliche Instrumente und Melodien musikalisch begleitet werden. Zuerst kam Peter (= Geigen) aus dem Garten und ließ das Tor offen stehen. Dann spielte er ein bisschen mit einem Vogel (= Querflöte), als plötzlich eine Ente (= Oboe) aus dem Garten kam und sich in einem Teich niederließ. Da kam der Vogel angeflogen und zwitscherte: „Was bist du denn für ein Vogel, wenn du nicht fliegen kannst?“ Da erwiderte die Ente eingeschnappt: „ Was bist du denn für ein Vogel, wenn du nicht schwimmen kannst?“ So stritten sie sich noch eine Weile. Plötzlich sah Peter, wie die Katze (= Klarinette) angeschlichen kam und rief: „ Passt auf! Da ist eine Katze“! Da flog der Vogel auf einen Baum, doch die Ente musste im Teich bleiben. Die Katze versuchte vergeblich, die Ente zu fangen. Dann ging sie zu dem Baum, auf dem der Vogel saß. Dort blieb sie eine Weile und hoffte auf einen Moment, in dem der Vogel nicht aufpasste, so dass sie ihn fangen konnte. Peter schaute dem Spielchen zu, doch da kam der Großvater ( = Fagott) und schimpfte: „Warum hast du das Tor aufgelassen? Das ist doch gefährlich! Im Wald hier in der Nähe gibt es wilde Tiere! Komm und spiel im Garten weiter!“ Er ging mit Peter in den Garten zurück und sperrte das Tor hinter sich zu. Ganz plötzlich wurde es auf der Wiese sehr still. Und dann plötzlich schlich sich ein Wolf (= Hörner) am Rande der Wiese heran. Er witterte und hörte die Ente. Als erste sah die Katze den Wolf. Dann sah auch der Vogel den Wolf und versuchte, die Ente zu warnen. Aber es war zu spät! Der Wolf packte die Ente und schluckte sie herunter. Nun begann Peters großes Abenteuer. Die Katze saß auf einem Ast, der Vogel auf einem anderen. Inzwischen lief der Wolf um den Baum herum und beäugte die Katze und den Vogel mit gierigem Blick. Die Ente war für ihn offenbar nur die Vorspeise gewesen. Peter war wachsam und tapfer. „Ich muss etwas unternehmen“, dachte er sich. Er holte ein Seil und kletterte über die Gartenmauer und rannte schnell über die Wiese und kletterte auf den Baum hinauf. Der Vogel flatterte um den Kopf des Wolfes herum, um ihn abzulenken. Nun gelang es Peter, den Wolf mit einer Seilschlinge am Schwanz zu fangen. Da kamen die Jäger (= Trompeten und Pauke) aus dem Wald und schossen auf den Wolf. Doch das wollte Peter nicht! Er hatte eine viel bessere Idee: Der Wolf sollte in den Zoo gebracht werden. Alle gingen hintereinander her: Peter, sein Großvater, die Katze, die Jäger und der gefangene böse Wolf. Am Schluss hörte man noch die Ente im Bauch des Wolfs quaken, denn der Wolf hatte sie in der Eile lebendig hinuntergeschluckt.

Es hat viel Spaß gemacht, das Märchen anzusehen und anzuhören. Nach dem Stück warteten wir noch eine Weile, bis die jüngeren Schülerinnen und Schüler die Halle verlassen hatten, und gingen dann zum Bus. Als wir zurück in Alzenau waren, hatten wir noch in der 6. Stunde Unterricht und durften dann ins Wochenende starten.