Der Mensch im Zentrum1

 

Gymnasiale Erziehung geht von einem Bildungsverständnis aus, das über Wissensvermittlung hinausreicht und im Sinne der Persönlichkeitsbildung den ganzen Menschen im Blick hat (vgl. Lehrplan Gymnasium).

Ausgehend von diesem gedanklichen Ansatz sowie einer pädagogischen Haltung im Sinne der personorientierten Pädagogik2, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die individuellen Interessen und Begabungen der Kinder und Jugendlichen unserer Schule auf der Grundlage ihrer besonderen Stärken anzuregen und zu fördern, um in vielfältiger und ganzheitlicher Weise eine Entfaltung ihrer Potenziale zu ermöglichen. Neben der selbstverständlichen Förderung fachwissenschaftlicher Kompetenzen steht dabei die Stärkung der Persönlichkeit sowie die Erziehung zu verantwortungsbewussten Menschen im Mittelpunkt.

  

Unser Angebot richtet sich an alle3 Schülerinnen und Schüler, die in zahlreichen verschiedenen Bereichen am Spessart-Gymnasium eine große Bandbreite an Anregungen und Förderung erhalten können. 

 

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Musik & Kunst   Sport   externe Programme

 

Bei weiteren Fragen können Sie sich wenden an: StDin Schreiber, StR Dr. Brehm, StDin Sendelbach, StR Steigerwald

 



1Der anthropozentrische (von altgriechisch: ὁ ἂνθρωπος / „der Mensch“ und τὸ κέντρον / „das Zentrum“) Ansatz geht zurück auf den griechischen Philosophen Sokrates, der die Philosophie in einer bis heute gültigen Weise revolutionierte, indem er den Menschen an sich, d.h. sein Handeln und seine Möglichkeiten, in den Mittelpunkt aller weiteren Anstrengungen stellte. Vgl. hierzu in prägnanter Formulierung den Römer Cicero: „Socrates autem primus philosophiam devocavit e caelo et in urbibus conlocavit et in domus etiam introduxit et coegit de vita et moribus rebusque bonis et malis quaerere (Cic.Tusc.5,10).“ Bereits der griechische Sophist Protagoras setzte den Menschen als subjektive Instanz in das Zentrum jeglicher Überlegung durch seine Behauptung: πάντων χρημάτων μέτρον ἐστὶν ἄνθρωπος („Aller Dinge Maß ist der Mensch.“) (Cap.327).

 

2vgl. Armin Hackl. Werte der personorientierten Begabungsförderung. Überlegungen zur Traditionsbildung einer pädagogischen Idee.
In: KARG Hefte Nr. 6. Beiträge zur Begabtenförderung und Begabungsforschung. Karg-Stiftung, 2014
http://www.pedocs.de/volltexte/2015/10029/pdf/Karg_Hefte_6_2014_Hackl_Werte_der_personorientierten_Begabungsfoerderung.pdf
(letzter Zugriff am 26.11.2017).

 

3„Besondere Begabungen aber können nur ausgebildet werden, wenn die allgemeinen Begabungen adäquat entwickelt werden. Damit also alle potentiell besonders begabten Kinder ihre besonderen Begabungen entwickeln können, ist es notwendig, dass alle Kinder eine qualitativ angemessene Anregung, Förderung und Erziehung genießen. Nur auf dieser Grundlage ist die Förderung besonderer Begabungen und damit besonders Begabter pädagogisch, psychologisch – und auch in einem demokratischen Sinne – effizient und gerechtfertigt.“ (Urban, K. (1996). Besondere Begabungen in der Schule. Beispiele. Zeitschrift für Lehrer, 14, S. 21; zit. nach: „Leitfaden: Besondere Begabungen an weiterführenden Schulen finden und fördern“. isb.bayern, München 2011, S. 7)