Am 15. September 2018 trafen sich die Teilnehmer der Abifahrt Andalusien um 7:30 Uhr am Frankfurter Flughafen, um nach Sevilla zu fliegen. Schon am Flughafen herrschte gute Stimmung, und als wir schließlich in Spanien ankamen wurde diese beim Anblick des strahlend blauen Himmels ...

... nur noch besser. Wir wurden von einem Reisebus abgeholt und in die ca. 20 km entfernte Jugendherberge gebracht. Nachdem wir unsere Zimmer eingerichtet hatten, ging es auch direkt schon mit unserem ersten Programmpunkt, einer Stadtbesichtigung, los.

Wir schauten uns die Kathedrale von Sevilla an und konnten einen Blick auf den Alcázar, einen mittelalterlichen Königspalast mit wunderschönen Gärten, deren Gestaltung auf die Zeit von Karl V zurückgeht, werfen. Am Abend gingen wir alle zusammen in einer typischen Tapasbar essen. Den nächsten Tag verbrachten wir auch in Sevilla: wir schauten uns die schöne Altstadt mit einer typischen Markthalle an und verbrachten ein wenig Zeit in den engen, schönen Gässchen Sevillas. Später stiegen wir auf die Giralda, den Glockenturm der Kathedrale von Sevilla, hinauf. Sie ist eines der bedeutendsten Wahrzeichen der Stadt und ein ehemaliges Minarett der Hauptmoschee von Sevilla. Sie ist 93 Meter hoch und hat trotz Einfluss der Christen ihren starken maurischen Charakter behalten. Von oben konnte man eine tolle Aussicht über ganz Sevilla genießen. Am Abend schauten wir uns in der Bar "Carbonería" eine Flamencoshow an.

Am Montag wurden wir wieder von einem Reisebus abgeholt und machten uns auf den Weg nach Marbella, wo wir die nächsten Tage auf einem Campingplatz schlafen würden. Auf dem Weg dorthin machten wir Halt in zwei sogenannten Weißen Dörfern: Setenil de las Bodegas und Ronda. In Setenil de las Bodegas gab es die besonderen Höhlen, die Cuevas del sol und Cuevas de la sombra zu bestaunen, die der Stein geformt hatte. Diese bildeten eine Art Überdachung und somit Schutz vor Wetter und Witterung. Teilweise dienen sie sogar als Hauswandersatz. Im wohl etwas bekannteren weißen Dorf, Ronda, schauten wir uns von außen die berühmte Stierkampfarena an: Plaza de Toros. Die nächste Sehenswürdigkeit in Ronda, "El Tajo", war auch ganz in der Nähe. Es handelte sich hier um eine Brücke über einer Schlucht, die eine unglaubliche Aussicht zulässt. Nachdem wir dort ausreichend Zeit für Fotos hatten und den Großeinkauf für die nächsten Tage erledigt hatten, fuhren wir dann schließlich nach Marbella und richteten uns in unseren Bungalows ein. Mit einem kleinen Spaziergang an das ca. 10 Minuten entfernte Meer ließen wir den anstrengenden Tag ausklingen.

Am nächsten Morgen fuhren wir in die Innenstadt Marbellas und schauten uns unter anderem einige abstrakte Figuren des Künstlers Salvador Dalí an. Am Nachmittag gingen wir in Marbella alle gemeinsam an den Strand. Wir schwammen im warmen Meer, bauten Sandburgen oder auch Sandfabelwesen und später am Abend grillten wir zusammen am Strand. Alle verstanden sich sehr gut und es entstand die ein oder andere neue Freundschaft. Der nächste Tag begann früh. Nach einer langen Busfahrt kamen wir in Granada an und besuchten die Alhambra, ein beeindruckendes Bauwerk, welches aus der Zeit der maurischen Herrschaft stammt und das jedes Jahr tausende von Besuchern anlockt. Seit 1984 ist sie Weltkulturerbe. Besonders beeindruckend war hier die Generalife - ein Sommerpalast, der mit blühenden Gärten ausgestattet ist. Am Abend kamen alle kulturell sehr bereichert, jedoch auch sehr erschöpft von diesem anstrengenden Tag in ihren Bungalows an.

Auf den nächsten Tag freuten wir uns besonders. Denn es ging nach Großbritannien, genauer gesagt, Gibraltar. Dort war es für uns alle spannend mit anzusehen, wie man in Gibraltar lebt, doch recht abgeschottet von der Außenwelt. Zuerst schauten wir uns das "Gibraltar Trinity Lighthouse" an, einen Leuchtturm, der am sogenannten Europa-Punkt gelegen ist. Dieser Punkt ist der südlichste Punkt der Iberischen Halbinsel. Im Anschluss bestiegen wir das Highlight des Ausflugs - den Affenfelsen. Dieser ist 4 km lang, 420 Meter hoch und Heimat von ungefähr 200 Affen, dir dort in freier Wildnis leben. Diese sind sehr süß anzusehen und man kann auch nah an sie herangehen, jedoch sind sie nicht ganz ungefährlich. Man sollte nicht versuchen, sie zu bedrohen oder gar Essen auspacken - denn dieses ist dann mit Sicherheit weg. Nach einem anstrengenden Tag kamen wir dann gegen Abend wieder an unserem Campingplatz an. Das Abendprogramm stand auch schon fest: Wir besuchten die Strandbar "El Chiringuito", wo wir alle noch eine Weile entspannten. An unserem letzten gemeinsamen Tag ging es für uns in die nahgelegene Küstenstadt Málaga. Hier besichtigten wir die Alcazaba, eine sich oberhalb der Stadt befindliche Festungsanlage. Während der Belagerung durch Truppen Napoleons im 19. Jahrhundert wurde die Festung teilweise zerstört und verlassen; heutzutage dient sie im Innenraum hauptsächlich für Ausstellungen, die Festung selbst kann man in einem schönen Rundgang über der Stadt besichtigen. Nach einiger Freizeit trafen wir uns alle wieder an der Kirche "Santa Iglesia Catedral Basílica de la Encarnación". Von dort aus ging etwas später eine typisch spanische Prozession los, zu der sehr viele Menschen gekommen waren und die wir auch anschauen konnten. Anschluss gingen wir alle in eine gemütliche Tapasbar, um bei vielen tollen Gesprächen und leckeren Tapas die letzte gemeinsame Woche zu reflektieren.

In Marbella angekommen nutzten wir den verbleibenden Abend sowie den nächsten Morgen dazu, Koffer zu packen und letzte Erledigungen zu machen. Und so ging am Samstag eine wunderschöne, kultur- und lehrreiche Woche für uns zu Ende und es hieß nun für unsere Abifahrt Andalusien :¡Adiós España, hola Alemania!

Hier findet sich zudem ein kurzes Video zur Fahrt.

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