Von Montag bis Donnerstag der letzten Schulwoche haben wir, Benjamin Träumer und Lars Hubert, an den Schülerprojekttagen 2017 des Instituts für Mathematik und Informatik der Universität Würzburg teilgenommen. Diese richten sich an mathematisch begabte und interessierte Schüler und Schülerinnen ...

... der 11. bzw. 10. Jahrgangsstufe. Sie sollen hierbei Einblicke in die universitären Arbeitsweisen und Problemstellungen bieten. Dieses Jahr wurden acht verschiedene Projekte von Dozenten und Studierenden der Universität Würzburg zur Bearbeitung angeboten. Diese waren zum einen "Pass ich da rein? - Wir wollen rückwärts einparken", "Chamäleonfische", "Roboterbau" und "Die Mathematik des flachen Papiers". Zum anderen gab es die Projekte "Spiele: Spaß und Strategie", "Social Robotics", "GPS" und "Qwürfel - mit Strategien zum Sieg". Die Teilnehmer wurden den einzelnen Projekten zugeteilt, was aber kein Problem war, da man im Vorhinein seine mathematischen Interessen angeben sollte, sodass niemand seinem Thema völlig abgeneigt war. Wir wurden den Themen "Spiele: Spaß und Strategie" (Lars) und "Social Robotics" (Benjamin) zugewiesen. In letzterem ging es dabei darum den Roboter NAO so zu programmieren, dass er in der Altenpflege eingesetzt werden könnte. So programmierte man Spiele wie "Schere - Stein - Papier", die mit ihm gespielt werden konnten, aber auch Gedächtnis- und Fitnesstraining oder eine Notruffunktion. Probleme bereitete dabei unter anderem die Spracherkennung, da sehr deutliches Sprechen vorausgesetzt wurde. In dem Projekt "Spiele: Spaß und Strategie" beschäftigte man sich intensiv mit der Spieltheorie. Diese ist eine mathematische Methode die zu rationalen Entscheidungen verhelfen soll, wenn der Erfolg nicht bloß von einem selbst, sondern auch von anderen abhängt. Die "einfachsten" Situationen, auf die man die Spieltheorie anwenden kann sind Gesellschaftsspiele wie Schach, von denen sich der Name auch ableitet. Neben tatsächlichen Spielen wie "Schere - Stein - Papier" kamen die Schüler hierbei aber auch mit bekannten Problemen wie dem "Gefangenendilemma" oder dem "Braess - Paradoxon" in Kontakt. Am Donnerstag, dem 27.07.2017, stellten die Gruppen ihre Erkenntnisse öffentlich im Turing - Hörsaal des Informatikgebäudes vor. Hierbei konnte das Präsentieren vor größeren Gruppen geübt werden. Während der intensiven Arbeit an den Projekten, sind uns bei den Schülerprojekttagen einige Unterschiede im Vergleich zum Lernen in der Schule aufgefallen. Zum einen hielten sich die Projektleiter mehr oder weniger zurück, sodass selbstständig gearbeitet werden musste und man eigenständig Erkenntnisse erlangen musste. Dies führte nicht selten zu Fehlschlägen, die jedoch, wie man uns versicherte, einfach dazugehören. Zum anderen war enorme Teamarbeit gefragt, da radikale Alleingänge meistens in Sackgassen endeten. Darüber hinaus musste man seine volle Konzentration und Energie vier Tage lang in ein einziges Projekt stecken, was man so in der Schule eher weniger kennt, da man spätestens nach zwei Schulstunden ein anderes Fach hat. Insgesamt sind wir uns daher einig, dass die Schülerprojekttage höchst interessant und absolut empfehlenswert sind und einen guten Einblick in die Arbeit an einer Universität und die Studienfächer Mathematik und Informatik bieten.