Der Abschlussjahrgang des Spessart-Gymnasium in Alzenau stellte hartnäckig und professionell seine Fähigkeiten im Bereich Krisenmanagement unter Beweis. Trotz Coronabeschränkungen gelang es ihnen, alle notwendigen Auflagen in Planung und Praxis umzusetzen ...

... und die Abiturverleihung im Pausenhof zu verwirklichen. Neben Herrn Conradi, dem auf seinen Abschlussjahrgang sichtlich stolzen Schulleiter, lauschte auch der Landrat Dr. Legler, der frisch gebackene Alzenauer Bürgermeister Herr Noll sowie nicht weniger stolze Eltern und Lehrkräfte, der Moderation der Schülerinnen und Schüler. Ein Novum bei der Aushändigung der Abiturzeugnisse durch Herrn Conradi stellten die an drei Schüler und Schülerinnen vergebenen Auszeichnungen vom Bundesverband deutscher Kunstpädagogen (BDK) dar, welche durch den BDK- Stellvertreter Andreas Stadler übergeben wurden. Die Schüler und Schülerinnen Silvan Wilms und Kira Müller hatten Aufmerksamkeit auf sich gezogen, indem sie im Zuge ihres W-Seminars „Architektur-Modellbau“, das von der Kunstlehrkraft Herrn Zimlich geleitet wurde, nicht nur überdurchschnittliche Leistungen erbrachten, sondern auch eine durchdachte und professionelle Ausstellung im Kulturforum Alzenau konzipierten und durchführten. Silvan Wilms überzeugte mit seinem wortwörtlich überragenden Modell zur Kathedrale Notre Dame de Paris. Kira Müller veranschaulichte an ihrem detailreichen Modell eines römischen Aquädukts, wie Wasser nicht nur über weite Strecken, sondern auch über Hindernisse geleitet werden kann. In Gänze gelang es dem Konzept der Ausstellung, offene Fragestellungen und Beispiele architektonischer Baukunst exemplarisch von der Antike bis zur Gegenwart zu präsentieren und damit Betrachter zum Staunen und Nachdenken über gebauten Raum in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu bewegen. Chiara Proske hingegen widmete sich in ihren Werken im Schulhaus wie auch beim Sommerfest 2019 sozial-gesellschaftlichen Problem- und Lösungsstrategien in der Kunst auf weit überdurchschnittlichem Niveau. Die ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler haben gezeigt, dass sie die Kunst nicht nur im Sinne ihrer ganzheitlichen Bildung verstanden haben: „Sie haben aus ihren Ressourcen und Potentialen geschöpft und durch ihr Engagement und mit ihren überragenden Leistungen beeindruckend dargebracht, dass sie neben den Anforderungen der Oberstufe den Biss und den Drang besitzen, kulturschaffend tätig zu werden und öffentlich zu wirken. Es ist richtig und wichtig, dass dies honoriert wird.“, so Stadler. Neben den ausgezeichneten Schülern hob Stadler die Rolle des Kursleiters Herrn Zimlich hervor: „Längst nachgewiesen sind die positiven Effekte auf die Entwicklung von Schülerinnen und Schülern durch das Fach Kunst. Beim aktuellen gesellschaftlich und schulpolitisch schwierigen Stand des Faches Kunst, bedarf es jedoch einer sehr gut ausgebildeten und höchst engagierten Lehrkraft wie Herrn Zimlich, die mit unermüdlichen Engagement für ganzheitliche Bildung kämpft, wie wir sie hier verwirklicht sehen. Das Spessart-Gymnasium besitzt noch weit mehr Potential, das mit der neu gewonnenen Verstärkung für Herrn Zimlich im Fach Kunst sicher noch für weitere positive Überraschungen sorgen wird.“ Wir gratulieren den Schülerinnen und Schülern sowie dem Gymnasium Alzenau für die Auszeichnungen und wünschen dem Abschlussjahrgang einen erfolgreichen und glücklichen Weg in die Zukunft.