Einen mitreißenden, bewegenden Theaterabend durften alle Besucher der restlos ausverkauften Premiere von "Märtyrer" erleben, der diesjährigen Inszenierung von DRAGA, des Oberstufentheaterkurses des SGA. Mit ihrem intensiven und leidenschaftlichen Spiel und ihrem großartigen und ausdrucksstarken Tanz ...

... erreichte die Gruppe aus Schülerinnen und Schülern der Q11 und Q12 ihr Ziel, ihr Publikum zu ergreifen, zum Nachdenken zu bringen und vor allem zu provozieren. Die Thematik des sich radikalisierenden Jugendlichen, der sich in eine immer größere Radikalität hineinsteigert und schließlich zu gnadenloser Gewalt bereit ist, zeichnet sich durch eine bedrückende, erschütternde Aktualität aus. Unzugänglichkeit für jede sachliche Argumentation, aus dem Zusammenhang gerissene Textstellen einer heiligen Schrift und deren unkritisches Wörtlichnehmen, Verblendung, kompromissloses Schwarz-Weiß-Denken, blinder Hass auf alle Andersdenken, Verharmlosung, Verzweiflung, Hilflosigkeit, Wut sind nur einige der Facetten der hochaktuellen Thematik, mit der die Schauspieler ihre Zuschauer konfrontierten. Dass es sich um einen radikalisierten Christen handelt und dass der Märtyrer am Ende ein anderer ist, als lange gedacht, gehört zu den weiteren interessanten Aspekten dieses wunderbaren Theatererlebnisses.

Ein großer Dank der Schulfamilie für den großartigen Theaterabend geht an die Schauspieler und Techniker und an Ursula Jebe als Gesamtleitung.

Am Montag, den 25.02. gibt es um 19.30 Uhr eine zweite Gelegenheit, die Inszenierung zu besuchen.