Am 02.03.2021 trafen wir uns zum dritten Mal mit unseren israelischen Austauschpartnern. Zunächst sind wir wieder nach einer kurzen Begrüßungsrunde in die Gruppenräume gegangen, um uns wie beim letzten Mal über deutsche und israelische Klischees auszutauschen. Beispielsweise stimmt es nicht, dass ...

... Israelis große Nasen haben und Deutsche emotionale Eisklötze sind.

Daraufhin haben wir uns darüber ausgetauscht, was wir darüber denken, wie an unserer Schule der Holocaust im Unterricht thematisiert wird. Nach einer kurzen Diskussion waren wir uns alle einig, dass man generell nicht genug über den Holocaust lernen kann und es von essenzieller Wichtigkeit ist, die Erinnerung an die jüngeren Generationen weiterzugeben. Darüber hinaus erachteten die Israelis den verpflichtenden Besuch einer Konzentrationslager-Gedenkstätte, wie er in Bayern üblich ist, als sehr sinnvoll.

Danach hat uns Orna Simchi, unser israelischer Tourguide für den heutigen Nachmittag, mithilfe eines Videos auf eine virtuelle Reise zum Mount Herzl mitgenommen, die am Fuße bei der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem startete und uns von Station zu Station zur Spitze führte. Dabei wurde uns viel Interessantes über den Berg und seine Bedeutung erzählt, wie zum Beispiel, dass der Aufstieg wie eine Reise von der harten Vergangenheit hin zur heutigen Zeit erlebbar ist, jedoch erinnern an der Spitze Bahnschwellen eines Konzentrationslagers und die Silhouette eines umgefallen Hauses an die Schrecken der Shoah, wie der Holocaust in Israel genannt wird. Anschließend bekamen wir eine virtuelle Tour durch ein Museum, die unter folgendem Link abrufbar ist: https://www.artsteps.com/view/5e7c761bb7372817d940fc21.

Als nächstes hat Orna Simchi uns eine Präsentation zum Umgang des Staates Israel mit dem Holocaust gehalten. Es ging unter anderem darum, dass Israel nach dem 2. Weltkrieg Stärke zeigen wollte und nicht mehr als Land bzw. Volk wahrgenommen werden wollte, das sich nicht wehren kann. Zudem ging es um die Entschädigungszahlungen, die die Bundesrepublik in den 1950ern an den Staat Israel leistete und die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass sich der erst 1948 gegründete Staat Israel behaupten und etablieren konnte.

Zum Abschluss haben wir der israelischen Gruppe in Form einer kleinen Präsentation gezeigt, wie heutzutage in Deutschland an den Holocaust erinnert wird, zum Beispiel in Form von Stolpersteinen und öffentlichen Gedenkstädten.