„PoesieVirus“ – ein lyrisches Kooperationsprojekt des Spessart-Gymnasiums Alzenau und des Katharinen-Gymnasiums Ingolstadt (poesievirus.wordpress.com)  -  Es ist der 13. März 2020. Ein unheilvoller Freitag. Überall in Bayern kündigen die Schulen ihre vollständige Schließung an. ...

... Ein schrittweiser Lock-Down in allen Bereichen des öffentlichen Lebens folgt in großen Schritten. Ab dem 21. März befinden wir uns in Quarantäne und sehen uns längst von einer Lawine von Arbeitsaufträgen, Konferenz-Terminen, mannigfaltigen, noch nie dagewesenen Anforderungen und einem Dauer-Druck überrollt. Es herrscht die Überfülle an Informationen auf der einen Seite und die vollkommene Abwesenheit von sozialer Nähe und Halt auf der anderen. Einige stürzen sich in die Arbeit oder in das virtuelle Zusammenleben. Andere aber finden Trost, Kraft und Raum zum Durchatmen in der Natur und… in der Kraft der Poesie. Kreative Resilienz muss man das wohl nennen, was da spontan aus der Freundschaft zwischen Herrn Ernest und dem Kreativ-Team des Katharinen-Gymnasiums Ingolstadt, allen voran Nina Streitenberger (Q11) und Frau Mavroidi, Emily Seikel (10e) und Silvan Wilms (Q12) vom Spessart-Gymnasium Alzenau entstand. Jeder für sich, aber dennoch zusammen überwanden wir als Dichtende den ersten Schockzustand. Machten wir aus unserer empfindsamen Beobachtungsgabe und unserer Liebe zum geschriebenen und gesprochenen Wort ein Online-Gedichtband. Es ist eine Anthologie entstanden, die das gemeinsame Leiden, Sehnen und Hoffen von Menschen in Quarantäne zeigt, egal ob sie Lehrer oder Schüler sind. Über Kilometer hinweg und trotz Isolation staunen wir wohl noch immer über die Gemeinsamkeit unseres Erlebens und freuen uns, dass es im Internet-Universum nicht nur Raum für Arbeitsblätter, Lernvideos und Konferenzen gibt, sondern eben auch für das, was uns selbst Mitte Mai noch fehlt: die Schönheit des zwischenmenschlichen Austausches ohne sogenannte Schutzmaßnahmen und die spontane Wärme und Nähe, die sich daraus ungezwungen entwickeln können. Mit diesem Beitrag will unser frisch entstandenes Poesie-Team am SGA nicht bezwecken, dass jeder oder jede versteht, was wir schreiben oder von dem „Poesie-Virus“ angesteckt wird. Es ist auch nicht unser Ziel, die Langeweile der LeserInnen zu vertreiben. Unser Ziel ist es, dass man auch in dieser verrückten Zeit die Hoffnung nicht verliert, sondern vielleicht auch Chancen in den Momenten erkennt, in denen das Leben so aussichtslos zu sein scheint. Poesie ist für uns eine Methode, verschiedene, menschliche Gefühle trotz „Social Distancing“, mit unseren Liebsten zu teilen. Und wenn ihr das ähnlich sehen solltet, würden wir uns freuen, wenn ihr unser noch kleines Team mit eurer Kreativität und Wahrnehmungen (Gedichte oder lyrische Prosa) verstärken würdet.

Schreibt einfach eine E-Mail an „Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!“ oder meldet euch bei Emily Seikel aus der 10e. Unser Poesie-Projekt soll nämlich unabhängig vom virologischen Ausnahmezustand weiterwachsen und kostbare Früchte tragen. Denkt immer daran, ihr seid niemals allein!

Euer Poesie-Team des SGA: Emily, Silvan und Frau Mavroidi