Bereits am Donnerstagabend, den 13. September 2018, starteten wir unsere aufwändige Anreise nach Kreta am Hauptbahnhof in Aschaffenburg. Da die günstigste Flugverbindung, die wir in unserem P-Seminar finden konnten, mit der Fluglinie Germania von Nürnberg aus ging, nahmen wir insgesamt 12 Stunden Reisezeit in Kauf, ...

... bis wir schließlich in Heraklion landeten. Bereits am Flughafen aber war die Müdigkeit verflogen und wir waren begeistert von der schönen Landschaft und dem hellblauen Meer. Der von uns vorab in Deutschland gemietete Bus, der uns die ganze Woche begleiten würde, wartete bereits auf uns zum Transfer nach Georgioupolis, unserem zentralen Standort für die Woche. Das griechische Ehepaar, die Gastgeber unserer Unterkunft, bereitete uns einen herzlichen Empfang und wir fühlten uns direkt sehr willkommen. Unser vielfältiges Programm setzte unterschiedliche Schwerpunkte und jeder Tag stand unter einem anderen Motto. Zum einen beschäftigten wir uns intensiv mit der Geschichte Kretas, die als die früheste europäische Hochkultur gilt. Dafür besuchten wir unter anderem die Ausgrabungsstätten in Knossos und Gortys sowie das kretische Nationaldenkmal Kloster Arkadi. Auch für seine Artenvielfalt ist Kreta bekannt und man findet dort einige Organisationen, die diese Artenvielfalt bewahren wollen. Speziell für die Rettung gefährdeter Meeresschildkröten engagiert sich ein internationales Team, dessen Station wir in Rethymno besuchten, eine der vielen authentischen Städte, die wir erkundeten. Zu diesen gehört vor allem auch Chania. Im Rahmen einer von uns selbst erstellten Stadtführung, beginnend bei der beliebten Markthalle, die trotz vieler Touristen immer noch in einheimischer Hand ist, erkundeten wir das jüdische Viertel, den traumhaften Kern der Altstadt. Einen tieferen Einblick in das Viertel ermöglichte uns eine deutsche FSJlerin, indem sie uns durch die Synagoge führte und uns interessante historische Details näherbrachte. Kulinarisch lernten wir die Insel auch über die mannigfaltigen Tavernen hinaus besser kennen, da wir sowohl die Olivenfarm "Biolea", als auch das Weingut "Dourakis" besuchten, die beide ihre Güter auf traditionelle und ökologische Weise produzieren.

In der Vorbereitung für die Fahrt bildete das P-Seminar Teams, die jeweils für die Gesamtorganisation eines Tages verantwortlich waren. Daraus entstand ein vielfältiger Wochenplan, der alle spannenden Aspekte der Insel einschloss. So haben wir für uns mitgenommen, dass die Voraussetzung für eine gelungene Reise ein intensives Auseinandersetzen mit Kultur, Land und Leuten ist. Dabei hat uns unsere P-Seminar Leiterin, Frau Schreiber, bereits zuhause, aber auch vor Ort, perfekt begleitet und das umfassende antike Fachwissen von Herrn Brehm, unserem Griechischlehrer, der uns gemeinsam mit Frau Schreiber nach Kreta begleitet hat, vervollständigte unser kretisches Erlebnis.