Wir wurden nominiert! Anfang August, mitten in den bayerischen Sommerferien, erreichte uns die frohe Botschaft, dass der kreative und zähe Einsatz des P-Seminars „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ durch eine Nominierung zum European Youth Culture Award der Respekt! Stiftung ...

... des Schriftstellers, Publizisten und Verlegers Klaus Farin belohnt wurde. So fuhr das Seminarteam am 07.09.2018 in die Bundeshauptstadt, um in der Landeszentrale für politische Bildung zu erfahren, welcher Preis auf sie wartete. 13 SchülerInnen des Spessart-Gymnasiums Alzenau standen mit bewährten Größen aus Wissenschaft, Medien/ Unterhaltung und Jugendarbeit auf der Bühne: z.B. die Hip Hop Künstler Pyranja oder Olad Aden von den Gangway Beatz, die Wissenschaftler Prof. Dr. Günter Mey, Prof. Dr. A. Toprak oder der Leiter der Berliner Landeszentrale für politische Bildung Thomas Gill. Ebenso das Sozialpädagogen-Urgestein Tobias Burdukat, oder dem Stiftungsratsvorsitzenden der Respekt! Stiftung und Geschäftsführer der Bundeskoordination Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage Eberhard Seidel, nur um einige Namen zu nennen. Im Bereich „Jugendarbeit und Selbstorganisation“ wurde es für uns dann besonders spannend und die Laudatio von Thomas Gill sprach alle Nominierten gleichermaßen an: Tobias Burdukat mit seinem „Dorf der Jugend“ in Grimme, das AJK Bad Kreuznach und die 13 Jugendlichen des SGA mit ihrer Ausstellung „Grenzen, Wege, Möglichkeiten“. Der Hauptpreis ging dann an das Alternative Jugendkulturzentrum Bad Kreuznach, das durch sehr viel Engagement eine eigene Immobilie erwarb, um Jugendlichen einen Raum der Selbstentfaltung und Mitgestaltung zu bieten, die sonst Kriminalität und Bandenkriegen ausgesetzt gewesen wären. Aber die Entscheidung fiel der Jury sichtlich schwer und eigentlich muss man sagen, dass alle Nominierten gewonnen haben. Sie wurden ausgezeichnet für ihre hartnäckige Arbeit, unnachgiebigen Mut und ihre standhafte Haltung gegen die Widernisse und Mentalität einer Zeit, in der ein verschärft rauer Ton in der öffentlichen Debatte zum Alltag gehört und die demokratischen Grundprinzipien unserer Gesellschaft, die wir zu oft für selbstverständlich halten, ins Wanken geraten. Thomas Gill versicherte uns: Wer einmal mit dieser Leidenschaft jugendliche und jung-gebliebene Mitmenschen zu inspirieren und zur Eigenhandlung zu bemächtigen versuchte, dessen Lebensweg ist vorgezeichnet. Das würde für die TeilnehmerInnen des Projekt-Seminars bedeuten, dass sie ihre Berufung im Laufe des sehr intensiven, letzten Schuljahres 2017/18 auf die eine oder andere Weise gefunden haben. Was mich wiederum als Kursleitung besonders glücklich machen würde. Besonders stolz bin ich sowieso schon auf Julius Aghababyan, Gohar Halim, Philipp Heinloth, Lea Hofmann, Josefin Hufgard, Geronimo Huth, Lara Karl, Clara Repmann, Lara Schauer, Paula Schmitz, Lennard Schweizer, Teksen Ünüz, Semmy Yesilmen, dass sie als einzige Jugendliche für diesen europäischen Jugendpreis nominiert wurden, weil sie niemals aufgaben und immer als Team zusammen und auch zu ihrer Kursleitung hielten. Es war und ist mir eine Ehre mit solchen Jugendlichen zusammen zu arbeiten, die ihre Sensibilität, Kreativität, kompromisslose Einsatzbereitschaft und Organisationsfähigkeit so beeindruckend unter Beweis stellen konnten. Wir Erwachsene sollten mehr auf unsere Jugend hören! Wir können viel von ihr lernen. 

https://eycablog.respekt-stiftung.de/