Wir haben es geschafft: Die 70%- Unterschriftenhürde wurde erreicht. Hast du schon unterschrieben? Bis zum 04.07.18 wird noch gesammelt. Lasst uns gemeinsam die 80% knacken! Aber sind wir denn überhaupt eine Schule ohne Rassismus? Diese Frage wird häufig von Schülern und Lehrern gestellt. ...

... Wir lassen uns die Antwort von der Leiterin des P-Seminars, Frau Mavroidi, geben. Das Interview gibt es auch als Video.

Sind wir eine „Schule ohne Rassismus“?

Nein, wir sind noch keine „Schule ohne Rassismus“. Selbst wenn wir eine „Schule ohne Rassismus“ wären, heißt das noch lange nicht, dass es bei uns keinen Rassismus oder Diskriminierung gibt. Es heißt nur, dass sich 70% der Schulfamilie dafür ausgesprochen haben, aktiv ein positives Schulklima zu pflegen. Es ist vielmehr als Auftrag zu verstehen.

Ist das Werbung für Parteien?

Nein! „SoR – SmC“ macht keine Werbung für Parteien. Wenn man von Werbung spricht, dann höchstens von Werbung für Menschenrechte im Sinne des Artikels 1 des deutschen Grundgesetzes - oder besser Menschenrechtserziehung. Es geht um Ziele, die was mit Solidarität zu tun haben, mit Gleichwertung und Gleichbehandlung von Menschen. Insofern hat das mit einer politischen Schlammschlacht nichts zu tun. Das kann man auch auf der Homepage des Netzwerks nachlesen oder auf unserem Info-Flyer. Das Netzwerk ist weder links, noch rechts, noch ist es Mitte. Es geht um Respekt und Solidarität.

Was würde passieren wenn wir nicht die 70% schaffen würden?

Wenn wir die 70% nicht schaffen würden, würde das bedeuten, dass wir unser Ziel trotzdem nicht aus den Augen lassen und weiter daran arbeiten werden. Wir lassen so schnell nicht locker. Ich denke aber, dass wir das noch schaffen werden.

Wie viele Schulen in Deutschland sind in diesem Netzwerk?

Insgesamt sind es 2.700 Schulen, also fast 3000 Schulen. Es handelt sich tatsächlich um das größte Schulnetzwerk Deutschlands.

Ist die Angst vor dem Fremden denn berechtigt?

Da fällt mir der Satz von Karl Valentin ein: „Fremd ist der Fremde nur in der Fremde.“ Das heißt wir sind alle irgendwann mal, irgendwo ein bisschen fremd. Und Angst zu haben vor etwas, das fremd ist, oder vor Menschen, die fremd sind, ist vielleicht als psychologische Reaktion bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar; als eine Art Schutzreflex. Aber man sollte sich nicht von seinen Ängsten beherrschen lassen und sein Gegenüber als einzelnen Menschen sehen und ihn auch kennen lernen wollen. Das kann nur bereichern. So erweitert man seine Horizonte. Das ist eigentlich gut für eine Gesellschaft.

Denken sie wir schaffen die 70%?

Ja! Ich bin optimistisch. Wir schaffen die 70%!

Und bis wann?

Ziel wäre Ende Juni. Wenn wir das bis dahin nicht geschafft haben, dann werden wir noch stärker mit Hauck und Bauer, unseren Schulpaten, die hier Abitur gemacht haben, weiter Werbung machen. So bieten Hauck und Bauer, zum Beispiel eine kostenlose Cartoon-Lesung auf unserem diesjährigen Sommerfest an. Wir bleiben einfach dran.