"Döner mit alles!"- Dieses Zitat spiegelt die Atmosphäre unserer lockeren Talkrunde mit Dr. Ali Fathollah-Nejad wieder, zu der wir uns nach seinen Vorträgen am 01.03.18, auf den Sitzsäcken unserer Bibliothek zusammenfanden. Zuvor konnten um die 700 Schüler dreier Jahrgänge ...

... seinen hochinteressanten Ausführungen zu "Europa und seine Nachbarregion: Reflexionen und Lehren aus dem ‚Arabischen Frühling' bis hin zum ‚Krieg gegen den Terror'" lauschen. Der Döner vertritt das bunte Themen-Potpourri, das sich von politischen Themen über gesellschaftliche und ökonomische bis hin zu persönlichen Fragen erstreckte. Dr. Fathollah-Nejad beantwortete unsere Fragen - entspannt zurückgelehnt und in lockerem Ton, mit einem Kaffee in der Hand. Wir erfuhren, neben Einblicken in die politische Situation im westlichen Asien und speziell die Lage im Iran, einiges über Deutschland aus einem -für uns- neuen Blickwinkel. Der promovierte Politologe, dessen Wurzeln im Iran "auszugraben sind", regte uns- besonders im Hinblick auf den bei uns vorherrschenden institutionellen Rassismus- zum Nachdenken an. Auf diesem Gebiet scheint Deutschland auch laut mehreren Studien von Menschenrechtsorganisationen im Vergleich zu anderen westlichen Ländern rückständig zu sein und es besteht wohl viel Nachholbedarf bezüglich der Inklusion von Menschen mit Einwanderungsgeschichte, aber auch von Frauen in den Chefetagen der Arbeitswelt. "Ihr seid privilegiert […], es liegt an euch, die Richtung zu ändern, damit Deutschland wirklich eine inklusive Gesellschaft wird." Mit diesen Worten motivierte uns Ali, etwas zu verändern. Mit kleinen Schritten fängt man bekanntlich an und mit unserem Projektseminar machen wir uns hoffentlich auch bald gemeinsam mit unserer Schule auf diesen Weg!

Paula Schmitz und Clara Repmann, Schülerinnen des P-Seminars "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" am SGA