„Wer waren die ersten drei Politiker? Die Heiligen Drei Könige! Sie legten die Arbeit nieder, zogen schöne Gewänder an und gingen auf Reisen“

 

 

 

Politikerwitze im Internet, Politiker-Karikaturen in Zeitungen und Politsatiren im Fernsehen gehören zum demokratischen Alltag. Kritik äußern zu können, ohne Furcht vor Sanktionen haben zu müssen, war in unserem Land nicht immer selbstverständlich und gehört zu den demokratischen Errungenschaften, die in mehr als zwei Jahrhunderten erkämpft werden mussten. In vielen Ländern der Erde leben Regierungskritiker weiterhin gefährlich.

 

Das „Leitfach der politischen Bildung“ – wie Sozialkunde im Bayerischen gymnasialen Lehrplan tituliert wird – will auf der Grundlage des Menschen-bildes der Demokratie zu Toleranz, eigenverantwortlichem Handeln, Urteils- und Kritikfähigkeit sowie Übernahme von Verantwortung in der Gesellschaft erziehen. Auch soll deutlich werden, dass Demokratie keine Selbstverständ-lichkeit ist, sondern immer wieder von den Bürgern eingefordert werden muss. Schließlich sollen die Schülerinnen und Schüler die Notwendigkeit von Pluralismus in einem demokratischen Staatswesen erkennen, damit wir nicht eines Tages (erneut) die Erkenntnis von Sardinen teilen müssen, die „wissen, dass Gleichmachen mit dem Kopfabschneiden beginnt“. (Jeannine Luczak)