Großes Kino am 7. Mai 2016 auf der Bühne des SGA: „Fac ju Zesa!“

Was passiert, wenn man zwei aktuelle Kinofilme mit antiken Stoffen mischt? Das Ergebnis lautet: „FAC JU ZESA"! Inspiriert von den Filmen „Er ist wieder da“ und „Fack ju Göhte“ kreierten die Schüler der Latein-Theater AG des Spessart-Gymnasiums Alzenau nun bereits im siebten Jahr ein eigenes Stück für die Bühne, in dem diesmal C. Julius Cäsar (alias Julian Thoma/Andreas Gesser/Marvin Schmidt) die Hauptrolle spielt. Eigentlich längst von einer Horde Senatoren ermordet, taucht Cäsar auf mysteriöse Weise in der Gegenwart wieder auf, und zwar ausgerechnet in einer Schule. Wie es der Zufall will, wird er mit dem neuen Aushilfslehrer verwechselt, der endlich die berüchtigte Problemklasse in den Griff bekommen soll. Doch Probleme sind für Cäsar ein Fremdwort („Die Kids? Welches Volk soll das denn sein?“).

Dank seiner ungewöhnlichen Lehrmethoden („Wer sich meinen Befehlen widersetzt, wird sofort hingerichtet!“) hat er bald sogar bei den beiden Oberzicken der Klasse (Gina-Lisa und Chantal, überzeugend gespielt von Hannah Lott und Helena Wissel) Zucht und Moral wiederhergestellt. Ganz nebenbei begeistert Cäsar die Klasse auch für das Fach Geschichte, indem er unterhaltsame Episoden aus seinem Leben erzählt, die so garantiert in keinem Geschichtsbuch stehen. Beispielsweise berichtet er von seiner Entführung durch ungebildete Piraten, die - in seinen Augen - ein viel zu geringes Lösegeld für ihn fordern und noch nicht einmal die lateinischen Deklinationen beherrschen. Nachdem sich auch die beiden Gallier Asterix und Obelix von Cäsar verabschiedet haben („Schau, Idefix! Jetzt kannst du dem größten Feldherrn aller Zeiten nicht mehr ans Bein pinkeln!“), gibt  der zuerst sehr von sich überzeugte Cäsar etwas kleinlaut zu, dass er die Eroberung dieser „Mini-Insel Britannien“ aufgrund seiner Fehleinschätzung auf später verschieben musste.

Natürlich klärt Cäsar die ungebildete Klasse auch über den korrekten Namen der „Beautyqueen mit dem schärfsten Lidstrich der Welt..dieser KLOpatra?“ auf und schwelgt in Erinnerungen an die bezaubernde ägyptische Königin (Carolina Ntavatzis), die   - eingerollt in einen Teppich - in seinen Palast gelangte, nachdem der zu Hilfe gerufene Magier Hokuspokus (Silas Sotunde)  sein Unvermögen zugegeben hatte: „Mit den Römern ist das so eine Sache! Die fallen sozusagen aus meinem Zuständigkeitsbereich!“. Trotz negativer Vorzeichen, Missgeschicke und Warnungen durch den Opferbeschauer Spurinna (alias Konstantin Stegmann) im verrückten Friseursalon des Calvus und seiner schnippischen Assistentin Colorata (mitreißend gespielt von Philipp Hofmann und Jana Bedel) begibt sich Cäsar an den „Igeln des März“ zur verhängnisvollen Senatssitzung. Die Klasse, allen voran Chantal, ist empört über den treulosen Brutus, der in die Ermordung Cäsars involviert ist: „Ey Mann, das waren ja voll die Hater!! Die hätte ich sofort aus meinen Kontakten gelöscht! Den Shitstorm hätte der nicht überlebt!!“ 

Ganz und gar nicht empört war das Publikum in der bis auf den letzten Platz besetzten Mensa des SGA über die einfallsreiche Inszenierung und die großartige schauspielerische und organisatorische Leistung der rund 40  jungen Schülerinnen und Schüler der Klassen 5-8, die neben den witzigen Texten auch eigene Tanzchoreografien entwickelt hatten. Unter der Leitung von StDin Christine Bax und StRin Tina Ziegler trugen zahlreiche helfende Hände in den Bereichen Bühnentechnik, Kulissen und Kostüme zu einer rundum gelungenen Vorstellung am ersten Maiwochenende bei. Der Erlös aus den freiwilligen Spenden kommt Projekten der Stiftung Kinderzukunft zugute.