Wie lebten Legionssoldaten in einem Kastell am obergermanischen LIMES? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, unternahmen die Klassen 6b und 6a in Begleitung von Frau Stein und Herrn Thiel, Frau Quarg und Herrn Büchner am Wandertag eine Zeitreise in die römische Vergangenheit. ...

... Ziel der Exkursion war die sogenannte SAALBURG, ein unter Kaiser Wilhelm II. rekonstruiertes römisches Kastell im Taunus. An der PORTA PRAETORIA, dem Haupteingang, wurden die Sechstklässler von einer Bronzestatue des römischen Kaisers Antoninus Pius begrüßt, wobei es sich allerdings nur um eine Nachbildung einer antiken Panzerstatue handelt. Mit viel Elan entschlüsselten die Schüler die lateinischen Inschriften auf dem Sockel und dem Eingangstor. Im Anschluss erhielten beide Klassen jeweils eine fachkundige Führung durch das Kastell. Besonders beeindruckt waren die Schüler von der Kommandantur (PRINCIPIA) mit dem Fahnenheiligtum, aber auch von den Mannschaftsbaracken (CENTURIAE), in denen sich je acht Legionssoldaten einen Raum teilen mussten. Im Ausstellungsraum, dem HORREUM, konnte man viele Originalfunde der Saalburg bestaunen: Als außerordentliche Fundstücke sind hier die römischen Kinder- und Frauenschuhe hervorzuheben, die fast alle aus den Brunnen der Saalburg stammen und ihre Erhaltung dem Wasser verdanken, das sie tief im Boden unter Luftabschluss konservierte. Nach der Führung suchten einige Schüler auch die TABERNA auf, um sich hier einen original römischen Imbiss schmecken zu lassen. Zum Abschluss ihrer Zeitreise unternahmen die Schüler einen kleinen Spaziergang um die Saalburg herum und erkundeten ein Teilstück des rekonstruierten LIMES (Grenzwall), der von Wachttürmen geschützt war. Mit vielen Eindrücken und Erlebnissen kehrten Schüler und Lehrer wieder in die heutige Zeit und nach Alzenau zurück.